Caesar-Verschlüsselung Encoder und Decoder
Verschieben Sie jeden Buchstaben um einen festen Betrag im Alphabet - die älteste Substitutionschiffre überhaupt. Bei einer Verschiebung von 13 erhalten Sie ROT13. Kennen Sie die Verschiebung nicht, löst die Brute-Force-Ansicht unten das für Sie.
1-25. Die Verschiebung 13 ist ROT13 und ver- wie entschlüsselt mit derselben Einstellung.
Jede mögliche Verschiebung, angewendet auf Ihren Text. Eine dieser Zeilen ist die Nachricht - in der Praxis erkennt man sie sofort, und genau das ist das Problem dieser Chiffre.
Geben Sie oben Text ein, um alle 25 Verschiebungen zu sehen.
So funktioniert die Caesar-Verschlüsselung
Jeder Buchstabe wird um eine feste Anzahl von Stellen im Alphabet verschoben. Bei einer
Verschiebung von 3 wird aus A ein D,
aus B ein E, und am Ende des Alphabets
beginnt die Zählung wieder von vorn: aus Z wird
C. Das Entschlüsseln ist derselbe Vorgang in umgekehrter Richtung.
Verschoben werden ausschließlich die 26 Buchstaben. Ziffern, Leerzeichen, Satzzeichen und Umlaute bleiben unverändert, und Großbuchstaben bleiben groß - praktisch, aber zugleich einer der Gründe, warum sich das Verfahren so leicht brechen lässt: Die Form der Nachricht überlebt die Verschlüsselung.
Der Name geht auf Julius Caesar zurück, der laut Sueton eine Verschiebung um 3 für seine militärische Korrespondenz verwendete. Damals war das durchaus wirksam - aus dem wenig glamourösen Grund, dass die meisten seiner Gegner überhaupt nicht lesen konnten.
ROT13
ROT13 ist eine Caesar-Chiffre mit fest eingestellter Verschiebung von 13. Da 13 genau die Hälfte von 26 ist, ist das Verfahren zu sich selbst invers: Wendet man ROT13 zweimal an, erhält man den Ausgangstext zurück. Eine einzige Schaltfläche verschlüsselt und entschlüsselt also gleichermaßen.
Sicherheit war nie das Ziel. In alten Usenet-Gruppen und seitdem in Foren dient ROT13 dazu, Pointen, Spoiler und Rätsellösungen vor dem flüchtigen Blick zu verbergen. Es geht darum, dass das Lesen eine bewusste Entscheidung sein muss - nicht darum, dass es schwierig wäre.
Warum sie trivial zu brechen ist
Es gibt nur 25 brauchbare Schlüssel. Ein Angreifer muss gar nicht raffiniert vorgehen - er probiert schlicht alle durch und liest denjenigen, der sinnvollen Text ergibt. Genau das erledigt der Brute-Force-Reiter oben in wenigen Millisekunden.
Auch ohne Brute Force fällt sie der Häufigkeitsanalyse zum Opfer. Die Buchstabenhäufigkeiten
ändern sich durch das Verschieben nicht, sie werden lediglich umbenannt. In einem hinreichend
langen deutschen Geheimtext ist der häufigste Buchstabe daher fast immer ein verschobenes
E. Diese eine Beobachtung verrät in der Regel bereits den Schlüssel.
Beschrieben hat das Verfahren al-Kindi im 9. Jahrhundert - diese Chiffre gilt also seit weit über
tausend Jahren als vollständig gebrochen.
Behandeln Sie sie deshalb als Rätsel, als Lehrbeispiel oder als Spoiler-Markierung, niemals als Schutz. Wenn Sie Text brauchen, der dem Mitlesen tatsächlich standhält, nutzen Sie das AES-Verschlüsselungstool: Es verschlüsselt mit einer Passphrase im selben Browser-Tab und ist nach heutigem Stand nicht praktisch angreifbar.
Häufige Fragen
Was ist die Caesar-Verschlüsselung?
Eine Substitutionschiffre, die jeden Buchstaben des Alphabets um eine feste Anzahl von Stellen verschiebt und dabei von Z wieder zu A umbricht. Der Schlüssel ist die Verschiebung selbst, und es gibt nur 25 brauchbare Werte - deshalb ist sie leicht zu brechen.
Was ist ROT13 und worin liegt der Unterschied?
ROT13 ist eine Caesar-Chiffre mit fest eingestellter Verschiebung von 13. Da 13 die Hälfte von 26 ist, führt eine zweimalige Anwendung zum Ausgangstext zurück, sodass derselbe Vorgang ver- und entschlüsselt. Verwendet wird es für Spoiler und Rätsellösungen, nicht für Sicherheit.
Wie entschlüssele ich eine Caesar-Chiffre ohne den Schlüssel?
Probieren Sie alle 25 Verschiebungen durch und lesen Sie diejenige, die Sinn ergibt. Die Brute-Force-Ansicht auf dieser Seite erledigt das sofort. Bei längeren Texten hilft zusätzlich die Häufigkeitsanalyse: Der häufigste Buchstabe im Deutschen ist E, der häufigste Buchstabe im Geheimtext ist also vermutlich ein verschobenes E.
Werden Zahlen und Satzzeichen mitverschlüsselt?
Nein. Verschoben werden nur die 26 Buchstaben des Alphabets. Ziffern, Leerzeichen, Satzzeichen und Umlaute bleiben unverändert, und Groß- und Kleinschreibung bleiben erhalten.
Ist die Caesar-Verschlüsselung für den echten Einsatz sicher genug?
Nein, und das ist sie seit über tausend Jahren nicht mehr. Sie hat 25 mögliche Schlüssel und fällt sofort der Häufigkeitsanalyse zum Opfer. Nutzen Sie sie für Rätsel und für den Unterricht. Für Text, der vertraulich bleiben muss, verwenden Sie ein modernes Verfahren wie AES.
Wird mein Text an einen Server gesendet?
Nein. Das Verschieben geschieht in Ihrem Browser per JavaScript. Es gibt auf dieser Website keinen Endpunkt, der den Text entgegennimmt - nachprüfen können Sie das im Netzwerk-Tab der Entwicklertools Ihres Browsers.
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Wenn aus dem Rätsel Ernst wird
Eine Verschiebechiffre eignet sich gut, um Verschlüsselung zu verstehen, und schlecht, um sie anzuwenden. Snoq hält eine ganze Notizdatenbank mit AES-256 und Argon2id auf Ihrer eigenen Festplatte verschlüsselt - einmal entsperrt, dann läuft es einfach. Rich Text, Tabs, Volltextsuche, PDF-Export. Kostenlos, Windows, ohne Konto und ohne Cloud.
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